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Impressionen vom Grabungsfest

Das Grabungsfest am 10. September war ein voller Erfolg. Rund 900 Interessierte besuchten bei schönem Spätsommerwetter das Fest, um sich vor Ort über den Stand der Grabung zu informieren. Die bisherigen Funde wurden gezeigt und durch die Archäologen ausführlich erläutert. Es freut uns sehr, dass großes Interesse an der Heimatgeschichte vorhanden ist. Die Grabung geht noch bis Mitte Oktober. Wer Interesse hat mitzumachen, kann sich jederzeit vor Ort oder bei uns melden.

Grabungsprojekt: Schon nach zwei Wochen erste Ergebnisse

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Zwischenbericht vom Grabungsleiter Harald Rosmanitz (Archäologisches Spessartprojekt):

Am 31. Juli 2017 begann die Arbeitsgemeinschaft „Burg Hauenstein“ mit den Untersuchungen der Burgreste südlich des Hofguts Hauenstein. Beim Freischneiden des Hügels stießen die Ausgräber auf bereits vor 1930 freigelegte Fundamente. Diese wurde in Teilen gesäubert. Sie liefern erste Anhaltspunkte über die Dimensionierung und Binnengliederung der Burg. Von den Ausgräbern des 19. und 20. Jahrhunderts unberührt erwies sich die Südwestecke. Zahlreiche freiwillige Helfer trugen dort in den letzten beiden Wochen bei durchwachsenem Wetter die auflagernden Schuttschichten Stück für Stück ab. Daneben galt es, mächtige Wurzelstöcke zu beseitigen. Schon in den ersten Tagen der Arbeiten fanden wir etwa einen halben Meter unter dem Humus die Südostecke einer 160 cm breiten, doppelschalig aus vor Ort verfügbaren Steinen errichtete Mauerecke. Das noch in einer Höhe von über drei Meter erhaltene, aufgehende Mauerwerk war von Bauschutt bedeckt. Hauptsächlich setzte sich dieser aus den vor Ort belassenen Mörtel- und Steinresten zusammen, die beim Abbau der Burg im Jahre 1405 nicht abtransportiert wurden. Da der vor Ort gebrochene Stein sich nicht dafür eignete, besonders repräsentative Baudetails wie die Mauerecken oder die Einfassungen von Türen und Fenstern daraus anzufertigen, kam in diesen Bereichen fein zugerichteter Sandstein zum Einsatz.

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